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59. Ord. Bundesparteitag der FDP

31. Mai – 1. Juni 2008, München, Neue Messe München, Messegelände, Halle C 1


Brüderle: Hauptstadt der liberalen Freiheitskämpfer

Eröffnung des 59. Ordentlichen Bundesparteitags

Rainer Brüderle Rainer Brüderle Am Samstag hat der stellvertretende Bundesvorsitzende Rainer Brüderle den 59. Ordentlichen FDP-Bundesparteitag in der Münchener Neuen Messe eröffnet. "Heute und morgen ist München die Hauptstadt der liberalen Freiheitskämpfer", begrüßte Brüderle die Delegierten, Medienvertreter und Gäste. Er unterstrich, dass Bayern viel zu schön sei, um nur schwarz zu sein und spielte damit auf die im Herbst anstehenden Landtagswahlen an. "Am 28. September ist Freiheitstag - da kann man mehr Freiheit und eine bessere Politik wählen", so Brüderle, der in seiner Rede scharfe Kritik an der CSU und der schwarz-roten Koalition im Bund übte.

Brüderle:

Aufbau in der Neuen Messen - der Abend vor dem Parteitag Aufbau in der Neuen Messen - der Abend vor dem Parteitag Nach Ansicht von FDP-Vize Rainer Brüderle ist nach dem Abgang von Edmund Stoiber die CSU von einem stolzen Löwen zu einer zotteligen Katze verkommen. Die Versuche der "Erbschleicher" Erwin Huber und Günther Beckstein, die CSU als Steuersenkungspartei zu profilieren, nannte Brüderle lächerlich. Bei der größten Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik hätten sie jedenfalls mitgemacht. Allerdings werde man die "CSU-Maulhelden" im Bundestag beim Wort nehmen und über ihre eigenen Vorschläge abstimmen lassen.

wenige Minuten vor Beginn des Parteitagswenige Minuten vor Beginn des Parteitags Mit Blick auf die in Nürnberg tagenden Sozialdemokraten spottete Brüderle, dass dort offenbar beraten werde, ob diese Partei noch eine Zukunft habe. "Schwarz-Rot" ist fast eine Politikverschwörung gegen die Mitte in Deutschland", so Brüderle weiter. Nicht zuletzt deswegen sei es "an der Zeit für eine Art Steuerrevolution" in Deutschland, so der stellvertretende Bundesvorsitzende mit Blick auf die auf dem FDP-Parteitag anstehende Diskussion über Tempo und Wege zu einer echten Steuerreform. Das Solms-Konzept bezeichnete er als einen großen Schritt in die richtige Richtung.

Mehr Teilhabe für die Menschen - das sei der blau-gelbe Faden des Parteitags. "Die geistige Windstille von Schwarz-Rot braucht den frischen liberalen Wind", so Brüderle, der darauf verwies, dass die Koalitionsparteien nicht die "Gauklerökonomie von Lafontaine" entlarven würden, sondern nach links nachliefen. Nur die FDP bleibe standhaft und mit klarem Kurs.

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